Der Ortsverband GRÜNE UNTERER INN hat am vergangenen Freitag, den 23. Mai, ein erstes Treffen mit den zukünftigen Kandidierenden für die Wahl des Stadtrats 2026 abgehalten. Nachdem es in Simbach im Inn jahrelang keine Liste von Bündnis 90/Die Grünen für die Wahl des Stadtrats gegeben hatte, waren sich die Teilnehmenden einig, dass dies 2026 anders werden soll. Ziel ist ein „jüngerer Stadtrat und mehr Frauen in der Kommunalpolitik“.
Unterstützt wurde der Ortsverband dabei von Larissa Hausberger, die ihr Wissen als Gemeinderätin und 2. Bürgermeisterin von Zeilarn einbrachte. Sie erzählte von der Gründung der neuen Liste „WIR – Gemeinde Zeilarn“ vor 6 Jahren und teilte wertvolle Tipps und Erfahrungen aus ihrer Arbeit in der Kommunalpolitik mit den Anwesenden.
Fokus auf Familien, Verkehr und Energie
Nach einem ersten Kennenlernen der Parteimitglieder und der zukünftigen parteilosen bzw. ÖDP-Kandidierenden wurde die Gruppe schnell aktiv und begann motiviert erste Themen für die kommenden 6 Jahre in Simbach zu sammeln. Da viele engagierte junge Mütter und Väter unter den zukünftigen Kandidierenden sein werden, zog sich das Thema gute Politik für Kinder und Familien durch den Abend. Neben Ideen zu einer familienfreundlicheren Stadt mit mehr Begegnungsorten für jung und alt, war den Teilnehmenden auch die Verkehrssituation ein Herzensanliegen, die vor allem für Radfahrende alles andere als einfach ist.
„2022 haben wir dem Stadtrat unsere ‚Ideen zum Radverkehr‘ vorgestellt. Die Situation hat sich zwar an wenigen Stellen verbessert, viele Gefahrenstellen sind aber immer noch nicht angegangen worden. Die Verkehrssituation muss sich gerade mit Blick auf Kinder und ältere Menschen verbessern.“
Katharina Stauder, Schriftführerin des Ortsverbandes
Daneben wurden auch weitere Verkehrsthemen diskutiert, wie die für Simbach und die Region so wichtige Elektrifizierung der Bahnstrecke Simbach – Mühldorf und das Dauerthema A94. Auch das Thema Energie wird einen wichtigen Platz im Programm der GRÜNEN Liste einnehmen. Angesichts des aktuellen Stadtratsbeschluss gegen die beiden ausgewiesenen Vorranggebiete für Windkraftanlagen am Schellenberg und in der Nähe von Irging diskutierten auch die Anwesenden dieses Thema. Man war sich einig, dass man Windkraftanlagen insbesondere am Schellenberg nicht kategorisch ausschließen möchte. Besser wäre es, den Bau dieser an bestimmte Bedingungen im Sinne der „Bürgerenergie“ zu knüpfen und z.B. große externe Investoren auszuschließen.
„Es wäre doch herrlich, wenn sich am Schellenberg unser Windrad dreht und wir unten z.B. in einem frisch renovierten Freibad von dem erwirtschafteten Geld profitieren könnten.“
Veronika Reisner, Sprecherin des Ortsverbandes
Der Ortsverband lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, sich an der weiteren Programmarbeit zu beteiligen oder für die noch freien Listenplätze zu kandidieren. „Wir freuen uns über jede Unterstützung, sei es auf der Liste für Simbach am Inn oder mit Ideen fürs Wahlprogramm“, so der Ortsverband. Interessierte können gerne per E-Mail Kontakt aufnehmen: info@gruene-unterer-inn.de.
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