Jetzt den Planungsauftrag erteilen – für eine starke, klimafreundliche Region
Die Zahlen sind eindeutig: Bahnfahren boomt – besonders im ländlichen Raum. 2024 legten Fahrgäste in Bayerns Regionalzügen 11,96 Milliarden Personenkilometer zurück, ein Plus von 15,7 % gegenüber 2023. Während die S-Bahnen in München (+4,4 %) moderat zulegten, wuchs die Nachfrage außerhalb der S-Bahn-Netze sogar um über 20 %. Das entspricht in Summe rund zwölf Milliarden Kilometern – etwa 80-mal der Strecke zwischen Erde und Sonne. Treiber ist auch das Deutschlandticket. Diese Zahlen meldet die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) – bestätigt vom Freistaat Bayern.
Warum das für den Unteren Inn zählt
Wer heute von Simbach, Julbach, Kirchdorf am Inn oder den umliegenden Gemeinden täglich pendelt, braucht einen zuverlässigen, schnellen und sauberen Zug. Genau deshalb setzen sich Bürgerinnen, Kommunen und Verbände seit Jahren für die Elektrifizierung der Strecke Mühldorf–Simbach ein. Die Südostbayernbahn (DB Regio) verweist zudem auf den Ausbaubedarf – inklusive zusätzlichem Kreuzungsbahnhof in Julbach und Tempoerhöhung auf 160 km/h; das Vorhaben ist dem Projekt ABS 38 zugeordnet.
Der Stadtverein Simbach hält das Thema präsent – mit Info-Abenden im LOKschuppen, einem kompakten Fakten-Flyer und der Bündelung regionaler Kräfte. Die Kernforderung: Der Bund muss endlich den Planungsauftrag erteilen, damit die Elektrifizierung starten kann. Auch aus den Nachbargemeinden kommt Rückenwind: Kirchdorf am Inn dokumentiert die länderübergreifende Unterstützung – bis hinüber nach Oberösterreich.
Was Elektrifizierung konkret bringt
Mehr Verlässlichkeit & Tempo: Elektrische Züge beschleunigen schneller, profitieren von Ausbauschritten wie dem Kreuzungsbahnhof Julbach und können attraktive Takte stabil fahren. Das hilft besonders dort, wo die Nachfrage bereits stark wächst – also in unseren ländlichen Regionen.
Klimaschutz & Lebensqualität: Elektrischer Betrieb senkt Emissionen und Lärm – gut für Menschen, Natur und Ortskerne entlang der Strecke.
Wirtschafts- und Standortvorteile: Eine leistungsfähige Schiene macht Ausbildungs- und Arbeitsplätze besser erreichbar, vernetzt die Region mit München, dem Chemiedreieck und dem Innviertel.
Deutsche Bahn & Region an einem Tisch
Die Südostbayernbahn und ihr Kundenbeirat fordern seit Langem: Elektrifizierung, barrierefreie Stationen, bessere Fahrradabstellanlagen – also genau die Infrastruktur, die Pendeln komfortabel macht. Jüngst bilanzierte der Kundenbeirat nach der Simbacher Info-Veranstaltung: „Simbach darf nicht abgehängt werden!“
Was jetzt zu tun ist
- Planungsauftrag erteilen: Ohne Auftrag aus Berlin bleibt alles stehen. Die laufende Petition aus der Region fordert genau das – unterschreiben, teilen, Druck machen.
- ABS 38 konsequent umsetzen: Elektrifizierung Mühldorf–Simbach darf kein Lückenschluss-Problem zwischen Bayern und Oberösterreich werden.
- Angebot mitwachsen lassen: Mehr Takte, gute Anschlüsse, sichere Fahrradabstellplätze – denn die Nachfrage steigt nachweislich im Regionalbereich am stärksten.
Unser grünes Versprechen
Wir GRÜNE im Unteren Inn stehen an der Seite der Pendlerinnen, der Kommunen und der Zivilgesellschaft vor Ort. Gemeinsam mit dem Stadtverein Simbach und der Deutschen Bahn (Südostbayernbahn) treiben wir die Elektrifizierung voran – sachlich, hartnäckig und mit Blick auf das, was zählt:
Mehr Zug für Stadt und Land, weniger Abgas, mehr Zukunft.
Hinweis: Die oben genannten Fahrgast- und Nachfragewerte stammen aus der BEG-Jahresbilanz 2024/2025; sie unterstreichen den bundesweit spürbaren Trend und den besonderen Zuwachs im ländlichen Regionalverkehr.
Willst du dich für die Elektrifizierung einsetzen, dann unterschreibe die Petition des Stadtvereins: