Moderne Mobilität für Simbach: Bahn stärken, Wege sicher machen

Treffen zu Mobilität in Simbach der Grünen Kandidat*innen
v.l.n.r.: Listenkandidat 6 Arthur Stauder, Listenkandidatin 8 Heike Mühlberger, Listenkandidatin 5 Michaela Stöckl, Listenkandidat 4 Sergej Schander, Landratskandidatin Larissa Hausberger, Listenkandidat 2 Alois Hadere, Listenkandidatin 11 Susanne Rumpe, Listenkandidat 10 Remus Sighin, Listenkandidat 16 Matthias Hähnel, Landtagsabgeordneter Dr. Markus Büchler

Am Unteren Inn zeigt sich gerade sehr konkret, was „Mobilität im ländlichen Raum“ bedeutet: Entweder wir investieren entschlossen in Bus, Bahn, Rad- und Fußwege – oder wir lassen ganze Regionen sprichwörtlich auf dem Abstellgleis stehen.
Genau darüber haben der Kreisverband Rottal-Inn und der Ortsverband Unterer Inn mit vielen interessierten Bürger*innen bei einer Info-Veranstaltung in Simbach am Inn diskutiert. Mit dabei: Landtagsabgeordneter Dr. Markus Büchler, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Bayerischen Landtag, sowie Landratskandidatin Larissa Hausberger.

Bahnstrecke Simbach–Mühldorf: Vom Problem zur Zukunftschance

Schon beim gemeinsamen Termin am Simbacher Bahnhof wurde deutlich, wie kritisch die Lage rund um die Strecke Simbach–Mühldorf–München inzwischen ist: Verspätungen, Ausfälle, unzuverlässige Anschlüsse – all das trifft Pendler*innen, Schüler*innen und die regionale Wirtschaft jeden Tag.

Unser Ziel ist klar:

  • Elektrifizierung der Strecke Simbach–Mühldorf
  • zukunftsfähige Anbindung nach München und ins benachbarte Österreich

Rund 9 bis 12 Millionen Euro Planungskosten sind nötig, um die Elektrifizierung auf den Weg zu bringen – eine überschaubare Investition, wenn man bedenkt, welche Bedeutung die Strecke für Menschen, Wirtschaft und Klimaschutz in der Region hat. Gleichzeitig ist die Verbindung Simbach–Mühldorf ein wichtiger Abschnitt der Direktverbindung München–Wien – ein enormes Potenzial, das aktuell nicht ansatzweise ausgeschöpft wird.

Jahrzehnte des Wegschauens – jetzt Kurswechsel einleiten

MdL Markus Büchler machte deutlich: Die aktuelle Krise der Bahn ist kein Zufall, sondern Folge jahrzehntelanger Unterfinanzierung und politischer Fehlentscheidungen. Während Länder wie Österreich oder die Schweiz ihre Schienennetze konsequent modernisiert haben, hinkt Deutschland hinterher. Geplante Sanierungsprojekte wurden oft nie umgesetzt, fehlende Baukapazitäten und überlastete Behörden bremsen notwendige Modernisierungen zusätzlich aus. Das Ergebnis erleben wir täglich auf der Strecke – und das untergräbt Vertrauen in staatliches Handeln.

Für uns GRÜNE ist klar:

  • Schiene vor Straße – gerade im ländlichen Raum.
  • Investitionen in die Bahn sind Investitionen in Klimaschutz, soziale Teilhabe und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit.

Breite Unterstützung für die Petition – Druck von unten

Ein starkes Signal aus der Region ist die laufende Petition des Stadtvereins Simbach zur Elektrifizierung und Modernisierung der Bahnstrecke. Sie wird von Larissa Hausberger und dem Ortsverband Unterer Inn ausdrücklich unterstützt.

Jede Unterschrift zeigt:

  • Die Menschen wollen eine verlässliche, stabile Verbindung nach München.
  • Sie wollen klimafreundlich mobil sein – auch ohne eigenes Auto.
  • Sie erwarten, dass Bund und Freistaat ihre Verantwortung endlich wahrnehmen.

Auf der Veranstaltung wurde zudem die Idee diskutiert, die Petition im anstehenden Haustür-Wahlkampf der Grünen Liste Simbach weiter unter den Anwohner*innen zu verbreiten und parallel eine weitere Petition an den Freistaat Bayern zu prüfen. So soll Druck auf allen Ebenen aufgebaut werden – in Berlin und in München.

Kommunale Mobilität: Verbesserungen, die sofort wirken

Große Infrastrukturprojekte brauchen Zeit – aber viele Verbesserungen vor Ort lassen sich jetzt anstoßen. Genau hier setzen wir GRÜNE vor Ort an.

In Simbach am Inn wollen wir:

  • Sichere Rad- und Fußwege ausbauen, insbesondere breitere Gehwege, durchgängige, sichere Radverbindungen, bessere Querungsmöglichkeiten an Kreuzungen und Einfahrten
  • Mehr Aufenthaltsqualität in der Stadt schaffen – durch Schattenplätze, Grün und verkehrsberuhigte Bereiche.
  • Eine Mobilität, die alle mitdenkt: Familien mit Kindern, Jugendliche, ältere Menschen, Menschen mit geringem Einkommen

Gerade für sie ist es wichtig, auch ohne Auto zuverlässig von A nach B zu kommen. Klimafreundliche Mobilität ist damit nicht nur eine ökologische, sondern auch eine soziale Frage.

Gemeinsam für eine starke Region – unsere Einladung

Mobilität im ländlichen Raum darf kein Randthema sein. Es geht um:

  • gleiche Chancen wie in der Stadt,
  • starke Verbindungen für Pendler*innen und Unternehmen,
  • mehr Lebensqualität vor Ort – heute und für kommende Generationen.

Als GRÜNE im Unteren Inn arbeiten wir dafür, dass:

  • die Elektrifizierung der Strecke Simbach–Mühldorf endlich kommt,
  • die Petition aus Simbach maximale Unterstützung erhält,
  • und kommunale Maßnahmen für sichere, klimafreundliche Mobilität konsequent umgesetzt werden.

Mach gerne mit – ob durch deine Unterschrift, deine Spende, dein Engagement im Ort oder den Austausch mit uns bei unseren Veranstaltungen und Stammtischen.

Denn moderne Mobilität im ländlichen Raum heißt: Niemand bleibt auf der Strecke.

Mehr Informationen zu unseren Themen findet ihr auch in unserem Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026.