Grüne besuchen Geothermieanlage in Simbach am Inn – Zukunft der Wärmeversorgung im Fokus

Der Ortsverband der Grünen Unterer Inn und die Stadtratskandidat*innen haben die Geothermie Wärmegesellschaft Braunau-Simbach mbH (GBS) besucht, um sich ein Bild von der aktuellen Nutzung und den Zukunftsperspektiven dieser klimafreundlichen Technologie zu machen. Herr Wagner von der GBS führte die Gruppe kompetent durch die Anlage und begeisterte mit seinem Fachwissen, der spannenden Geschichte der Geothermie im Grenzgebiet und den Perspektiven für die Weiterentwicklung.

Unsere Kandidierenden von links Dorothea Löffler, Kajetan Löffler, Harald Bader, Katharina Stauder, Arthur Stauder, Matthias Hähnel, Franziska Stöckl, Alois Hadeier, Sergej Schander, Michaela Stöckl, Manuel Stöckl mit Herrn Wagner von der GBS ganz rechts im Bild.

Bereits 1974 gab es erste Gutachten zur Nutzung der Geothermie in Simbach am Inn. Nach der Gründung der Förder- und Wärmegesellschaften 1995 wurde 1999 das grenzüberschreitende Geothermieprojekt mit zwei Bohrungen gestartet. Die Entnahmebohrung reicht von Simbach unter dem Inn bis auf die Braunauer Seite und fördert in rund 2.000 Metern Tiefe 80 Grad heißes Thermalwasser. Die Wärme wird über Wärmetauscher ins Fernwärmenetz eingespeist, das heute bereits 45 Kilometer umfasst und rund 950 Anschlüsse in Braunau und Simbach a. Inn versorgt. Das abgekühlte Wasser wird über die Verpressbohrung in 1.850 Metern Tiefe zurückgeführt.

Aktuell deckt die Geothermie etwa 75–80 % des Wärmebedarfs, der Rest wird durch Erdgas ergänzt. Doch die Zukunft ist vielversprechend: Durch den Einsatz von Großwärmepumpen sollen bisher ungenutzte Restwärmen genutzt werden. Ziel der GBS ist es, den Geothermieanteil bis 2027 auf über 90 % auf der Simbacher Seite zu steigern. Auch der Ausbau des Fernwärmenetzes, insbesondere in Braunau Ost, ist geplant. Eine zusätzliche geothermische Dublette soll bis 2029 in Braunau realisiert werden.

Katharina Stauder, Spitzenkandidatin der Stadtratsliste für Simbach am Inn, betont: „Wir wollen die Wärmewende vor Ort aktiv gestalten. Geothermie ist sauber, zuverlässig und stärkt die regionale Wertschöpfung. Das ist Klimaschutz, der direkt bei uns ankommt.“

Alois Hadeier, Platz 2 der Liste, ergänzt: „Die Grünen setzen sich dafür ein, dass die kommunale Wärmeplanung ambitioniert bleibt. Unser Ziel ist eine Wärmeversorgung ohne fossile Energieträger – und Simbach hat dafür dank der Geothermie beste Voraussetzungen.“

Die Vorteile liegen auf der Hand: Geothermie ist nahezu CO2-neutral, verursacht kaum Schadstoffe, stärkt die regionale Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze. Sie macht unabhängig von fossilen Energieträgern und ist langfristig verfügbar. Simbach und Braunau sind damit seit Jahrzehnten Vorreiter bei erneuerbaren Energien – eine Erfolgsgeschichte, die weitergeschrieben werden muss. Das 25-jährige Jubiläum am 24. April 2026 ist ein großartiger Anlass, um diese Errungenschaften zu feiern und den Blick in die Zukunft zu richten. Der Ortsverband der Grünen wird diesen Weg politisch begleiten und sich für den Ausbau stark machen.

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