Was beschäftigt uns in Simbach am Inn und in den Nachbargemeinden? Hier findet ihr einige der Themen, die uns umtreiben. Aktuell sehr verkehrslastig, das geben wir zu. Aber Infrastruktur ist eben auch eines der Themen, die den Lebenskomfort in einer Stadt und Region stark beeinflussen.
Schaut rein in unsere Themen:
Ideen zum Radfahren in Simbach am Inn und den Nachbargemeinden

Als begeisterte Radfahrende haben wir in den letzten Monaten viele Ideen und Verbesserungsmöglichkeiten gesammelt und der Stadt Simbach am Inn überreicht.
In der Verkehrsausschusssitzung im September 2022 wurden bereits einige dieser Ideen erörtert. Jetzt hoffen wir auf deren Umsetzung.
Unten findet ihr unser Dokument. Stöbert gerne darin und schickt der Stadt Simbach am Inn, eurer Gemeinde oder uns noch weitere Ideen. Z.B. über unsere E-Mail-Adresse info@gruene-unterer-inn.de.
Wir setzen uns für besseren ÖPNV in Simbach und der Region ein!
Wir stehen für die Elektrifizierung der Bahnstrecke Mühldorf – Simbach ein. Die Bahnstrecke ist Simbachs Lebensader und verbindet uns mit der Welt. Sowohl bis Braunau am Inn, als auch bis Mühldorf am Inn werden die Strecken in den kommenden Jahren elektrifiziert. Die Bahnstrecke Mühldorf – Simbach geht Stand heute (Januar 2026) leer aus. Was bedeutet das für Simbach und die Region? Hier würden weiterhin Dieselloks fahren. Es würde keine durchgehenden Züge mehr nach München geben, was den Komfort für Pendler*innen reduzieren und die Reisezeit erhöhen würde. Die Verbindung München – Wien würde möglicherweise nicht über Simbach am Inn laufen. Dabei wäre es ein riesiger Gewinn für die Region an das Fernverkehrsnetz angeschlossen zu sein. Unsere Strecke würde zur „Nebenstrecke“ degradiert. Wir müssen alles tun, um hier nicht „aufs Abstellgleis“ geschoben zu werden!
Aber auch andere Bereiche des ÖPNV gilt es in Simbach am Inn und im Landkreis Rottal-Inn zu verbessern: Eine Busverbindung zwischen Simbach am Inn und Braunau am Inn soll angestrebt werden. Auch ein Rufbus wie der Lan-Di in Dingolfing-Landau wäre vorstellbar. Unsere Region ist sehr zersiedelt. Im Gespräch mit älteren Personen, die in den Hügeln rund um Simbach am Inn wohnen, wird immer wieder deutlich, wie schwierig das Leben für diese ohne gute Busverbindungen ist. Wenn sie nicht mehr Autofahren können oder dürfen, sind sie vom Leben abgeschnitten, können sich nicht mehr selbst versorgen. Jeder Arztbesuch wird eine logistische Herausforderung. Meist springen Angehörige mit dem Auto ein. Investitionen in einen besseren ÖPNV kann für alle Beteiligten Lebensqualität erhöhen!

Lückenschluss der A94 bei Simbach muss Priorität haben!

Am Dienstag, den 9. Juni 2024 haben wir uns mit Frau Koller und Herrn Pritscher von der Autobahn GmbH getroffen, um über den aktuellen Stand des Lückenschlusses der A94 zu sprechen.
Stefan Pritscher stellte den aktuellen Planungsstand für den Lückenschluss in den verschiedenen Bauabschnitten von der Anschlussstelle Pocking bis Marktl vor. Der Anschluss an die A3 von Pocking nach Kirchham befinden sich im Bau, wobei der Tunnel bei Tutting bereits Ende 2023 unter Verkehr genommen werden konnte. Der Teilbereich von Malching bis Simbach Ost und von Marktl bis Simbach West machen gute Fortschritte und das Planfeststellungsverfahren läuft.
Der Bereich Simbach am Inn wurde schon viel diskutiert, v.a. bezüglich möglicher Trassen- und Tunnelvarianten. Daher wurde im Rahmen des Termins auch das Gutachten für die beiden verschiedenen Tunnelvarianten im Simbacher Osten übergeben.
Herr Pritscher erläuterte, dass wohl beide Varianten bautechnisch machbar wären, das Gutachten aber zu dem Schluss kommt, dass die Gefahren und Zumutungen für die Anwohner von Erlach im Hinblick auf Grundwasserabsenkungen und Setzungen bei der Kreuzbergvariante hoch seien und daher die Variante Bahntrasse-Au von der Autobahn GmbH favorisiert werde.
Eine Reihe von Fragen hatte Arthur Stauder aus der Vorstandschaft des Ortsverbandes Unterer Inn zu der Beeinträchtigung des FFH-Gebietes und der Altwasserarme des Inns in westlicher Richtung bis zum geplanten Tunnelbeginn, als auch zum Schutz der Anwohnenden und der Au im östlichen Bereich. Gerade hier ist neben dem Anwohnerschutz und dem Verlust des Naherholungsgebietes bei offener Bauweise auch das Wasserschutzgebiet, das für die Versorgung der Stadt sehr wichtig ist, zu erwähnen. Dieses dürfe nicht von einer Autobahn beeinträchtigt werden.
Eine Autobahn wird für Generationen gebaut und sollte der Bevölkerung dienen und sie nicht unnötig belasten. Daher unterstützt der Ortsverband Unterer Inn die Forderung der Stadt nach „keiner offenen Bauweise“ im Stadtgebiet. Wenn die Autobahn schon mitten durch eine Stadt gebaut werden muss, dann sollte die Belastung der Bevölkerung minimiert werden.
Entscheidend für den weiteren Verlauf der Planungen ist das Ergebnis des Bundesrechnungshofs, auch wenn dessen Prüfung zu keiner Beurteilung oder Favorisierung einer möglichen Tunnelvariante führt.
Marlene Schönberger (MdB) steht seit langem in engem Austausch mit Leon Eckert (MdB, ebenfalls Grüne), dem stellvertretenden Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses des Bundestages, um der Thematik auch dort Nachdruck zu verleihen. Simbach stellt für Marlene Schönberger einen absoluten Spezialfall dar, weswegen dem Lückenschluss eine hohe Priorität zukomme.
Mia Goller (MdL) stellte klar: „Wir Grüne haben den Lärm-, Hochwasser- und Umweltschutz genauso im Blick wie die wirtschaftliche Bedeutung der Autobahn für die Region.“